Aus der Praxis entstanden, der Forschung verpflichtet
Das Konstant Krisenpräventionsinstitut ist der Forschungs- und Weiterbildungszweig der Konstant-Gruppe.
Warum es uns gibt
Krisenprävention in der Kinder- und Jugendhilfe ist anspruchsvoll. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Fachkräften, die in zugespitzten Situationen sicher handeln und dabei in Beziehung bleiben. Genau hier setzt das Institut an.
Wir untersuchen, was in der Praxis wirklich hilft, und übersetzen die Ergebnisse in Weiterbildung: in Online-Module, Online-Seminare und Präsenzschulungen. So fließt Erfahrung zurück in die Fläche, statt in Einzelfällen verloren zu gehen.
Dabei fällt auf: Für genau diese Arbeit gibt es bislang kaum passende Qualifizierung. Wer in der Jugendhilfe für Sicherheit sorgt, bringt in der Regel die Sachkunde nach § 34a GewO mit. Sie vermittelt die Grundlagen des Bewachungsgewerbes, aber nicht den Umgang mit jungen Menschen in Krisen, mit Traumafolgen oder mit pädagogischen Settings. Umgekehrt bereiten pädagogische Ausbildungen kaum auf zugespitzte Gefährdungssituationen vor. Zwischen beiden Welten fehlt ein Angebot, das sie zusammenbringt.
Diese Lücke schließen wir. Das Institut entwickelt Schulungen, die Krisenprävention und Pädagogik als ein Handwerk begreifen: von der frühen Deeskalation über rechtliche Grundlagen bis zur Nachbesprechung belastender Situationen. Zuerst für die eigenen Krisenpräventionskräfte der Konstant-Gruppe, zunehmend auch für andere Träger der Jugendhilfe, ihre Fachkräfte und Jugendämter.
Aus der Praxis, für die Praxis
Unsere Inhalte entstehen nicht am Schreibtisch, sondern im Kreislauf zwischen Einsatz und Auswertung.
Grundlage ist die tägliche Arbeit der Konstant Gruppe: Jeder Einsatz der Krisenpräventionskräfte wird dokumentiert und ausgewertet, besondere Situationen werden nachbesprochen. Aus diesen Verläufen lesen wir, welche Vorgehensweisen tragen, wo Teams an Grenzen kommen und welche Frühzeichen sich wiederholen.
Was sich bewährt, wird zu Schulungsinhalten: erst intern erprobt, dann als Modul oder Seminar aufbereitet und regelmäßig aktualisiert. Und was in Schulungen an Fragen auftaucht, geht als Forschungsfrage zurück in die Auswertung. So bleibt beides in Bewegung: die Praxis und das Wissen darüber.
Woran wir uns halten
Drei Grundsätze prägen jede Untersuchung und jede Schulung des Instituts.
Praxisnah
Wir forschen und lehren nah am Alltag der Jugendhilfe. Was wir vermitteln, muss im nächsten Dienst anwendbar sein: keine Theorie um ihrer selbst willen, sondern Handwerk, das in angespannten Momenten trägt.
Wissenschaftlich sorgfältig
Wir arbeiten transparent und methodisch sauber. Aussagen belegen wir, statt sie zu behaupten, und wo die Datenlage dünn ist, sagen wir auch das. Erkenntnis entsteht bei uns aus dokumentierten Verläufen, nicht aus Anekdoten.
Verantwortungsvoll mit Daten
Der Schutz junger Menschen hat Vorrang. Wir anonymisieren konsequent, gehen sparsam mit Daten um und veröffentlichen nur, was keine Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Einrichtungen zulässt.
Lernen Sie unsere Angebote kennen
Forschung, Online-Formate und Präsenzschulungen im Überblick.
